ChatGPT in der Steuerberatung: was in der Rückfrage steht
In ein Sprachmodell kommt in der Steuerkanzlei selten die ganze Akte. Es kommt die Rückfrage an die Mandantin, deren Stammdaten oben im Schreiben stehen, die Liste der Belege, die jemand sortiert haben will, oder der Absatz aus dem Bescheid, zu dem eine Einschätzung gebraucht wird. Oben in solchen Texten stehen fast immer dieselben Zeilen, oft bis hin zur Bankverbindung.
Die Bundessteuerberaterkammer hat diese Zeilen selbst aufgezählt. In ihrem FAQ zum KI-Einsatz vom 27. Januar 2026 schreibt sie auf S. 20, beim Hochladen müsse darauf geachtet werden, dass auf keiner Seite mehr Daten „wie Name, Adresse oder Steuernummer erkennbar sind“. Auf S. 23 nennt sie „Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Steuer-IDs, Kontoverbindungen“. Das FAQ beruht nach eigener Angabe auf dem Rechtsstand Juli 2025.
Wer ChatGPT in der Steuerberatung einsetzt, muss diese Zeilen also loswerden, bevor der Text die Kanzlei verlässt, und zwar Seite für Seite. Dafür ist Nonimo gebaut: Es findet die Kennungen der Mandantin im markierten Text und ersetzt sie durch Platzhalter. Auch das ganze Dokument lässt sich im Nonimo-Fenster ablegen: Neben dem Original liegt dann eine abgedeckte Kopie, ein Word-Dokument wieder als Word. Warum das Pseudonymisierung ist und keine Anonymisierung, erklärt unser Leitfaden Pseudonymisierung vs. Anonymisierung.
ChatGPT für Steuerberater: was nach dem Tastendruck ankommt
Man markiert den Text und drückt eine Taste. Alles, was Nonimo darin erkennt, steht danach als Platzhalter da, bevor der Text zum Sprachmodell geht; gerechnet wird auf dem Arbeitsplatzrechner selbst, auf Mac wie auf Windows. Das Modell arbeitet mit den Platzhaltern, und in seiner Antwort sehen Sie wieder die echten Werte, weil nur Ihr Rechner weiß, welcher Platzhalter wofür steht.
Still ersetzt wird nur, was eine Prüfziffer eindeutig macht. Was Nonimo am vorangehenden Wort oder an der Stellung im Text erkennt, wird ebenfalls ersetzt, aber vor Ihren Augen und mit einer Begründung, und jede Stelle lässt sich einzeln wieder freigeben. Was OpenAI mit dem Text macht, der dann ankommt, steht in unserem Leitfaden ChatGPT und Datenschutz.
Im Beispiel darunter, einer erfundenen Rückfrage zur Einkommensteuererklärung, sind Name, Geburtsdatum, Steuernummer und Steuer-ID der Mandantin abgedeckt. Steuernummer und Steuer-ID tragen in dieser Version beide das Etikett AKTENZEICHEN, ihre eigenen bekommen sie mit der nächsten Version. Und die Frage selbst kommt vollständig an, mit Arbeitgeberwechsel und Kilometern, denn für die Werbungskosten braucht das Modell keinen Namen.
Vorher: was eingefügt wird
Rückfrage zur Einkommensteuererklärung 2025 Mandantin: Frau Nomen Nescio geboren am 30.02.1970 Steuernummer: 198/815/08152 Steuer-ID: 02476291358 Seit dem Arbeitgeberwechsel zum 1. Juli fährt sie 34 km pro Strecke. Bitte prüfen, ob die Fahrtkosten als Werbungskosten angesetzt werden können.
Nachher: was beim Sprachmodell ankommt
Rückfrage zur Einkommensteuererklärung 2025 Mandantin: [PERSON_1] geboren am [GEBURTSDATUM_1] Steuernummer: [AKTENZEICHEN_1] Steuer-ID: [AKTENZEICHEN_2] Seit dem Arbeitgeberwechsel zum 1. Juli fährt sie 34 km pro Strecke. Bitte prüfen, ob die Fahrtkosten als Werbungskosten angesetzt werden können.
Was die BStBK zu ChatGPT in der Steuerberatung verlangt
Die Regel, auf die es ankommt, steht auf S. 24 des FAQ, hier im Wortlaut zitiert: Ist nicht gesichert, dass der Anbieter selbst zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, verlangt die Kammer, alles mit Personen- oder Mandatsbezug vorher zu „anonymisieren oder pseudonymisieren“. Auf S. 23 steht, was sonst gilt: Ohne ausreichende vertragliche Absicherung ist die Eingabe in einen öffentlich zugänglichen Dienst wie ChatGPT ein Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht.
Das Business-Konto nennt das FAQ auf S. 16, und es verbindet damit genau eine Zusage: Es kann vereinbart werden, dass die Eingaben nicht zum Training verwendet werden. Für die Verschwiegenheit verweist die Kammer auf die vertragliche Absicherung oder auf die Pseudonymisierung vor der Nutzung. Nonimo setzt beim zweiten Weg an, denn was ersetzt ist, erreicht den Anbieter gar nicht. Beiden Wegen entspricht je eine Fassung der Klausel für Auftragsbedingungen.
Welcher Platzhalter wofür steht, weiß allein Ihr Rechner, und den Sachverhalt lässt Nonimo stehen, damit das Modell mit ihm arbeiten kann. Deshalb bleiben die Daten für Ihre Kanzlei personenbezogen: Es ist Pseudonymisierung, keine Anonymisierung. Neben das Werkzeug gehört darum eine schriftliche Regel für alle am Platz. Ein Muster dafür finden Sie in unserer KI-Richtlinie für Kanzleien.
ChatGPT in der Steuerkanzlei: Ihre Zeile fürs KI-Verzeichnis
Das FAQ empfiehlt der Kanzleileitung einen KI-Beauftragten, Freigabeprozesse und ein KI-Verzeichnis, für das die Kammer ein Muster mitliefert. Das Muster fragt je Werkzeug sechs Dinge ab. Für Nonimo haben wir die Zeile vorbereitet, zum Übernehmen: Nummer und zuständige Person tragen Sie ein, die Doku-Stufe ist unser Vorschlag, und entscheiden müssen Sie.
Zwei Angaben der Zeile sind mit Absicht so genau formuliert. Unter Datenart steht Mandantendaten, weil genau die in Nonimo hineingehen, auch wenn sie den Rechner nicht verlassen. Und es steht dort, dass einmal täglich ein Nutzungszählwert ohne Text an uns geht. Nonimo selbst arbeitet ohne KI-Modell; ob Sie es als eigene Zeile führen oder bei ChatGPT vermerken, liegt bei Ihnen.
Zur Dokumentation schreibt die BStBK auf S. 30, dass es derzeit keine gesetzlichen Vorgaben gibt, wie der Einsatz von KI-Tools zu dokumentieren ist. Anforderungen können sich aber aus den Haftpflichtbedingungen ergeben. Wer wissen will, ob er mehr festhalten muss, schaut also zuerst in die eigene Berufshaftpflicht. Was genau an uns geht und was nicht, beschreibt die Seite Sicherheit.
ChatGPT in der Steuerberatung: Preis und Einstieg
Die Anwendung gibt es für Mac und für Windows. Nonimo hat einen kostenlosen Tarif, der auf eine bestimmte Zahl von Wörtern im Monat begrenzt ist. Wer mehr braucht, hinterlässt auf der Lizenzseite seine E-Mail-Adresse und erhält eine kostenlose Lizenzdatei, die diese Grenze bis zum 31. Januar 2027 aufhebt, ohne Kundenkonto. Die Anwendung selbst laden Sie oben auf dieser Seite herunter.
Jeder Arbeitsplatz installiert die Anwendung selbst, wie jedes andere Programm auch. Für die ganze Kanzlei verteilt die IT zusätzlich die Browsererweiterung per Richtlinie, die ohne Tastendruck abdeckt; eingerichtet wird das über hello@nonimo.ai. Für die Steuerkanzlei heißt das: Man fängt an den Plätzen an, an denen ChatGPT schon genutzt wird, und nicht mit einem Projekt, das erst im nächsten Quartal startet.
Den Nachweis nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO führt Ihre Kanzlei, mit Richtlinie und Verzeichnis; die Zeile für Nonimo haben Sie weiter oben schon. Nonimo sorgt dafür, dass die Kennungen, die es erkennt, ersetzt sind, bevor ein Text die Kanzlei verlässt, und das Nachher zeigt Ihnen jede Stelle, bevor etwas abgeht. Anfangen können Sie heute, an einem einzigen Platz.
- Heute kostenlos, für Mac und Windows
- Mit einem monatlichen Wortlimit
- Die kostenlose Lizenz hebt es auf, bis 31. Januar 2027, ohne Konto
Lizenz anfordern Für Mac herunterladen Für Windows herunterladen
Die technischen Einzelheiten stehen auf der Seite Sicherheit.
Fragen aus der Steuerkanzlei
Darf ich als Steuerberater ChatGPT nutzen?
Ja, aber nicht mit erkennbaren Mandantendaten, solange die Verschwiegenheit des Anbieters nicht gesichert ist. Die BStBK schreibt in ihrem FAQ auf S. 23, dass die Eingabe in einen öffentlich zugänglichen Dienst wie ChatGPT ohne ausreichende vertragliche Absicherung ein Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht ist, und verlangt auf S. 24 die Pseudonymisierung vor der Nutzung. Nonimo ersetzt Name, Steuernummer und Steuer-ID auf Ihrem Rechner, bevor der Text hinausgeht.
Reicht ein Business-Konto bei ChatGPT?
Das FAQ sagt dazu genau eine Sache. Auf S. 16 steht, dass sich bei Business-Accounts vereinbaren lässt, die Eingaben nicht zu Trainingszwecken zu verwenden. Für die Verschwiegenheit verlangt die BStBK eine ausreichende vertragliche Absicherung (S. 23) oder, wo sie fehlt, Pseudonymisierung vor der Nutzung (S. 24). Nonimo geht den zweiten Weg: Was ersetzt ist, erreicht den Anbieter gar nicht, egal welches Konto Sie haben.
Müssen wir den KI-Einsatz dokumentieren?
Eine gesetzliche Vorgabe gibt es nach dem FAQ derzeit nicht (S. 30), und eine Pflicht zu dokumentieren, wie ein Arbeitsergebnis zustande gekommen ist, grundsätzlich auch nicht (S. 33). Anforderungen können sich aber aus den Haftpflichtbedingungen ergeben (S. 30), und das KI-Verzeichnis empfiehlt die Kammer trotzdem. Nonimo liefert dafür die fertige Zeile, die Sie nur noch übernehmen.
Ist die Steuernummer dasselbe wie die Steuer-ID?
Nein, das sind zwei verschiedene Kennungen, und das FAQ nennt beide: die Steuernummer auf S. 20, unter den Daten, die auf keiner hochgeladenen Seite mehr erkennbar sein dürfen, die Steuer-IDs auf S. 23. Nonimo deckt beide ab. Heute tragen beide Platzhalter dasselbe Etikett, AKTENZEICHEN; getrennt wie im FAQ, mit je einem eigenen Etikett, führt Nonimo sie mit der nächsten Version. Das Nachher zeigt Ihnen jede ersetzte Stelle, bevor der Text hinausgeht.
Was geht an Nonimo, wenn wir es nutzen?
Kein Wort Ihrer Texte und kein Begriff, den Sie selbst hinterlegt haben. Einmal täglich geht ein Nutzungszählwert an uns, dazu Version und Plattform, und dieser Zähler lässt sich in der Anwendung nicht abschalten. Die Erkennung selbst läuft auf dem Arbeitsplatzrechner. Genau so steht es auch in der Zeile, die wir Ihnen für das KI-Verzeichnis vorbereitet haben.